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Klarer, blauer Himmel. Schnee liegt auf den Bürgersteigen. Etliche Cicelianer sind bereits auf den Beinen und erledigen letzte Weihnachtseinkäufe. Auch Joel bummelt so früh am Morgen schon durch die Straßen. Er betrachtet einen prächtigen Totempfahl mit vielen Rabenornamenten, der in der Innenstadt errichtet wurde. Marilyn schlendert zufällig vorbei. Joel hat die Hände in die Hosentaschen versenkt: Hi Marilyn. Auf dem Weg zur Probe? Marilyn: Ja, genau. Joel: Aufgeregt, vor so vielen Menschen zu spielen? Marilyn schüttelt gelassen den Kopf: Nein. Joel begleitet Marilyn ein Stück: Wissen Sie, Marilyn, ich bin mit dem Neuen Testament vertraut und ich kenne außerdem das Wintersonnenfest... Marilyn: Ja. Joel unsicher: Das mag ja ein schockierendes Bild der Ignoranz abgeben, aber ich bin wohl der einzige, der es nicht weiß... Was genau hat diese Sache mit dem Raben auf sich? Marilyn: Raben? Joel zeigt auf den Todempfahl: Ich verstehe nicht, was es mit Weihnachten zu tun hat. Marilyn erzählt ihm die Legende vom Raben. Joel hört ihr konzentriert zu, zieht sich die Schirmmütze vom Kopf und lehnt sich an die Stoßstange eines parkenden Pick-Ups. |
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| Marilyn: Es war vor langer Zeit, da schaute der Rabe vom Himmel herab und sah, daß die Menschen auf der Erde in Dunkelheit lebten. Die Kugel des Lichts wurde von einem selbstsüchtigen Häuptling verborgen. Da verwandelte sich der Rabe in eine Tannennadel und schwamm auf dem Fluß herab bis zu der Stelle, wo die Tochter des Häuptlings Wasser schöpfte. Sie trank die Nadel. Danach wurde sie schwanger und gebar einen Sohn, der der verwandelte Rabe war. Das Baby weinte und weinte, bis ihm der Häuptling die Kugel des Lichts zum Spielen gab. Doch sobald er die Kugel hatte, wurde er wieder zum Raben und trug das Licht zum Himmel. Seit dieser Zeit leben wir nicht mehr in der Dunkelheit. Joel ist begeistert: Wow! - Eine tolle Geschichte! Marilyn lächelt ihn lange an und nickt. Joel lächelt ebenfalls und schaut noch mal verträumt hinauf zum geschnitzten Raben des Todenpfahl. Marilyn spaziert währenddessen gemächlich zu ihrer Probe. |
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Yong Chang, Duk Won und Bong sitzen in am Frühstückstisch, trinken Tee und unterhalten sich auf koreanisch. Als der Hausherr mißmutig auftaucht und sich am Kaffeetischchen bedient, erhebt sich der asiatische Besuch höflich. Duk Won hebt freundlich die Hand und begrüßt Maurice in holprigen deutsch: Ha-llo. Yong Chang: Maurice. Duk Won: Dad! Bong: Hi, Großvater. Maurice sieht Bong einen Moment feindselig an, reißt sich dann aber zusammen und stottert: Ja... Ähmm, ich wollte mir bloß einen Kaffee holen. Er greift nach einer edlen Kanne und schenkt sich Kaffee ein. Yong Chang hebt freundlich die Teekanne an und bietet ihm eine Tasse an, doch Maurice winkt sofort ab: Nein, nein! Nein, keinen Tee! Danke... Er grient verlegen. Maurice behagt die Gesellschaft nicht, er möchte sich so schnell wie möglich verdrücken, doch Yong Chang bittet ihn, sich zu seinen Gästen an den Tisch zu setzen. Maurice stutzt: Ähhh..., nein! Nein, ich gehe! Er zeigt auf die Tür und richtet in unpersönlichen Ton seine Worte an Bong: Würdest du ihr sagen, dass ich noch einiges an Papierkram zu erledigen habe. Bong übersetzt. Yong Chang sieht Maurice erstaunt an: Oh! Maurice steht schon mit seiner Tasse Kaffee im Türrahmen: Also dann werde ich den mit nach drüben nehmen... Eilig spricht Duk Won zu Bong und gestikuliert ein wenig ungelenk mit den Armen. Bong begreift sofort und hält Maurice auf: Oh! Ähm, Großvater...? Maurice bleibt widerstrebend stehen. Bong geht auf ihn zu: Dad möchte wissen, ob du mit ihm eine Wanderung machen willst. Maurice starrt Duk Won fassungslos an. Er reagiert, als hätte er in seinem ganzen Leben noch nie so etwas Dummes gehört: Wanderung? Duk Won macht nun mit seinem ganzen Körper alberne Wanderbewegungen und spricht Maurice hoffnungsvoll und fröhlich an. Bong übersetzt: Auf die Berge. Maurice stammelt verlogen eine Ausrede: Oh..., ähmm. Ja...! Ja... ! Ähm. Ich würde gerne wandern... Aber ich habe heute leider keine Zeit dafür. Er lacht Duk Won gezwungen an. Bong dolmetscht. Maurice unsicher: Entschuldigt mich. Die Enttäuschung steht Duk Won im Gesicht. Bevor Maurice den Raum verläßt, verneigt er sich heuchlerisch. Seine Gäste erwidern schweigend die Geste und sehen sich gegenseitig bekümmert an. |
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| Wenig später, Maurice hat sich inzwischen in seinen Arbeitszimmer verschanzt und betrachtet mürrisch den Kaffee auf seinem Schreibtisch. Es klopft drei Mal. Maurice: Ja, bitte! Yong Chang und Bong treten ein. Maurice erhebt sich prompt, um geschäftig Bücher in seiner imponierenden Bibliothek zu sortieren. Er tut plötzlich sehr beschäftigt. Yong Chang spricht Maurice ernst auf koreanisch an. Bong agiert wieder als Dolmetscher: Großmutter möchte mit dir reden. Maurice beachtet Yong Chang kaum, er klettert eine Leiter hoch, um Bücher in den obersten Regalen zu erreichen. Bong übersetzt unverdrossen: Großmutter sagt, du bist nicht glücklich. Maurice versucht beiläufig abzuwiegeln: Nein, nein, - ich bin bloß... Die zierliche, eigentlich zurückhaltende Frau fällt ihm barsch ins Wort. Bong: Du sollst sie ausreden lassen! Erst jetzt schaut Maurice Yong Chang überrascht ins Gesicht. Er unterbricht seinen Aktionismus. Kleinlaut erteilt er ihr das Wort: Na schön. Yong Chang redet konzentriert auf Maurice ein, der immer noch hoch oben auf seiner Leiter hockt und auf die beiden Eindringlinge aus der Vogelperspektive herunterschaut. Ihr Tonfall ist streng, aber beherrscht. Bong übersetzt schließlich den Ansprache: All die Jahre lang hatte Großmutter Angst dir zu sagen, dass du einen Sohn hast. Sie wußte, es würde ein Schock für dich sein. Großmutter wollte nicht her kommen, aber mein Daddy fand es an der Zeit, seinen Vater kennen zu lernen. Nachdenklich blickt Maurice Bong an. Yong Chang ist nun den Tränen nahe, fängt sich aber und führt ihren Appell fort. Bong übersetzt bissig: Es war ein Fehler. Wir hätten nie kommen dürfen. Maurice schweigt betroffen. Ihm wird langsam bewußt wie sehr seine demonstrative Zurückweisung und sein latenter Rassismus seinen Besuch gekränkt haben muss. Yong Chang verneigt sich tief und verläßt einen gedemütigten Maurice. |
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Es fällt Schnee in Cicely. Parkende Autos stehen am Straßenrand. Einige Cicelianer huschen durch das Schneetreiben über die Bürgersteige. Aus den Radios ertönt feierlich "O Come All Ye Faithful" (Kommet Ihr Hirten). Chris liest dazu andächtig aus Edgar Allen Poe vor: Der garstig grimmige, uralte Rabe streifte umher am nächtlichen Meer. Sag mir, was ist dein edler Name an diesem plutonischen Ufer der Nacht. Sprach der Rabe: Nimmermehr. Chris klappt das Buch zu: Tja, so hat Mister Poe den Raben gesehen. Chris hat sich eine schwarze Rabenkappe aufgesetzt und philosophiert vor sich hin: Wißt ihr, viele Anspielungen auf ihn in der westlichen Welt neigen zum Negativen. Wie bei vielen Dingen im Leben, wenn es um transzendentalen Symbole geht, ist des einen Erlöser, des anderen Federvieh zum Jagen. Und nun krächzt Chris unvermittelt den Schrei des Raben ins Mikrofon: Rraahhhhhh...! |
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| Maurice hat Duk Won ins Brick eingeladen. Sie haben sich an einen abgelegenen Tisch zurückgezogen und sitzen sich gegenüber. Das ganze Lokal ist mit schwarzen Raben und Girlanden geschmückt. Im Hintergrund läuft immer noch die festlich-volkstümliche Weihnachtsmusik ("O Come All Ye Faithful"). Dave bringt den beiden zwei Rabengläser mit Whiskey. Dave: Bitte sehr! Während Maurice schweigend wartet, bis sich Dave entfernt, bedankt sich Duk Won höflich: Danke schön! Dave freundlich: Gern gescheh'n. Er klemmt sich das Tablett unter den Arm und geht. Maurice redet Duk Won leise an. Duk Won beobachtet seinen Vater aufmerksam. Maurice: Hör zu, Duk, deine Mum ist wütend auf mich. Und wahrscheinlich hat sie in gewisser Weise auch Recht. Ich meine,... äh... manchmal vermittle ich den Eindruck... äh... dass ich ein wenig gefühllos bin. Ich hatte aber nie die Absicht, sie zu verletzten. Maurice resigniert, weil ihm bewußt ist, dass sein Sohn kein Wort begreift. Durchatmend denkt er angestrengt nach, reibt sich an der Nase. Maurice aufrichtig: Ich weiß nicht, wieviel davon eigentlich zu dir durchdringt, aber ich will ehrlich zu dir sein. Duk Won versucht anhand der Mimik und Gesten Maurice zu verstehen. Maurice deutet mit dem Zeigefinger auf Duk: Du bist nicht der Sohn, den ich mir wünschen würde. Nicht im entferntesten, aber du bist mein Blutsverwandter. Ich bin dein Vater. Duk Won wiederholt fragend den einzigen Begriff, der ihm bekannt ist: Va-ter? Maurice sanft: Ja, Vater. Duk Won lächelt freundlich. Maurice: Deswegen sollten wir ein bißchen guten Willen beweisen, um einander zu verstehen und ein bißchen besser kennen zu lernen. Äh... Maurice erkennt in Duks Gesicht erneut gänzliche Ahnungslosigkeit und weiß nicht mehr weiter. Er hebt sein Glas: Jedenfalls Cheers! Duk Won erwidert freudig einen koreanischen Toast: Chuk-bae! Maurice nüchtern: Ja. Sie stoßen an. Maurice nippt an seinem Whiskey, während Duk seinen in einem Zug herunterkippt. Wohlig verzieht Duk Won das Gesicht. Überrascht schaut Maurice Duk Won an: Du magst Bourbon, hä? Duk Won grinst schüchtern. Maurice ruft zur Theke: Ähm, Dave! Bring Duk noch einen davon! Dave: Kommt sofort! Maurice kichert anerkennend: Och, - einen guten Zug hast du. Maurice ringt um ein Gesprächsthema. Er spricht langsam und gestelzt: Also, was tust... Was - tust - du? Duk Won zieht die Stirn kraus und stammelt: Tu-s-t??? Maurice spricht abgehackt: Tust. Verstehst du: Job. Beruf... Für deinen Lebensunterhalt. Duk Won versteht nicht. Maurice bemüht die Gebärdensprache: Okay, paß auf: LKW-Fahrer? (Lenkradbewegungen) Duk Won wird nicht klar, worauf Maurice hinaus will. Maurice: Nein. Musiker? (Fidelbewegung) Duk Won macht verneinende Laute. Maurice kratzt sich ratlos hinterm Ohr: Ach ja, vielleicht... vielleicht Frisör? Äh, äh,... Haare schneiden? (Scherenbewegung) Duk Won lächelt unbedarft. Maurice zäumt das Pferd nun von hinter auf: Okay, paß auf! Er zeigt auf sich: Ich! Ich...! Astronaut! Er läßt eine imaginäre Rakete starten und ahmt die dazugehörigen Geräusche nach. Er wiederholt: Astronaut! Duk Won geht langsam ein Licht auf. Er strahlt: U-ju-bi-heng-sa! Maurice heiter: Ja, ja! Genau! Duk Won eifrig: Astronaut! U-ju-bi-heng-sa!!! Maurice aufmunternd: Jaha, ganz recht! Maurice zeigt auf Duk Won: Jetzt du? Duk Won versucht seinen Beruf zu beschreiben, Maurice filtert auf dem Koreanisch nur das Wort "Gi-sa" heraus und wiederholt es fragend: Kisa? Duk Won macht Schraubenziehergesten: Gi-sa! Maurice hilflos: Nein, das verstehe ich nicht! Duk Won deutet auf den Kugelschreiber, der in Maurice' Hemdtasche steckt. Maurice reicht ihm freundlich den Kugelschreiber: Ja, sicher! Duk Won zeichnet auf ein Stück Papier. Maurice erkennt nach wenigen Strichen ein elektronisches Bauelement: Aha, das ist eine Diode... Maurice denkt kurz nach, während Duk Won weiterskizziert: Ein Kondensator! Duk Won bestätigt. Ka-pa-si-to. Maurice gedankenvoll: Ja, Kondensator. Duk Won aufgeregt: Ja, Kapa-sito. Dave bringt den Bourbon. Duk Won bedankt sich artig. Dave: Gern geschehen! Maurice betrachtet verblüfft die Zeichnung: Zeig mal her! Das ist ein Transistor... Und ein Stromkreis! Duk Won wiederholt: Krei-ss. Sagete Maurice beschwingt: Ja! Stromkreis, ja... Allmählich dämmert es Maurice: Du bist Ingenieur! Duk Won bejaht erfreut und schlägt sich auf die Brust: In-ge-nieur. Gi-sa! Maurice ist begeistert: Elektroingenieur! Enthusiastisch jubelt er in den Saal: Hey! He, Leute! Er ist Ingenieur!!! Was sagt man dazu! Duk Won strahlt. Maurice: Ja, ich kann auch ziemlich gut mit einem Rechenschieber umgehen, weißt du? Maurice lacht stolz auf: Na, klasse! Ein Ingenieur! Er drückt Duk Won anerkennend die Hand. Duk Won: In-ge-nieur... Maurice greift zu seinem Glas: Ja. Na dann, Cheers! Duk Won hebt ebenfalls sein Glas: Chuk-bae! Maurice gibt sich Mühe: Ja, Tschu.. Tschu-pe... Tschupe! Ja. Maurice nimmt einen Schluck. Duk Won stürzt seinen Whiskey abermals in einem Zug herunter. Maurice pfeift lobend: Du bist ja kein... Du bist kein Weichling, was? Langsam legt Maurice seine Vorurteile ab und findet richtig Gefallen an seinen fremden Sohn. Er lacht laut und greift Duk Won an die Schultern, dabei bemerkt er seine kräftigen Oberarme und befummelt sie bewundernd: Und stark bist du auch, jaha! Du... stemmst du? Duk Won betastet irritiert seine Oberarmmuskulatur. Maurice simuliert Stemmbewegungen: Gewichtheben... pffft, pffft! Duk Won geht ein Licht auf. Er stemmt jetzt ebenfalls unsichtbare Gewichte Ahh, Yeok-gi... Yeok-gi! Maurice: Yoki... ja! Duk Won: Ja. Duk Won gestikuliert aufgekratzt und sagt immer wieder ein unverständliches Wort: Anul Duk, Anul Duk... Maurice versteht zunächst nicht: Anul Duk? Duk Won deutet immer wieder gigantische Muskelmassen an und wiederholt: Konju, Konju,... Anuld... Jetzt hat Maurice kapiert: Ahh, Arnold... Arnold, ja! Maurice freut sich. Duk Won sieht Maurice einen Moment kampflustig an, schiebt sein Glas zur Seite, rafft sich den Ärmel hoch und fordern seinen Vater zum Armdrücken heraus. Maurice guckt Duk Won eindringlich in die Augen. Er überlegt kurz, ob er die Herausforderung annehmen soll. Schließlich stellt auch er seinen Whiskey außer Reichweite, zieht sich seinen Ring vom Finger und sagt ernst: Okay... Die Hände der beiden Kontrahenten umklammern sich. Konzentriert zählen beide den Countdown. Maurice: Eins. Duk Won wiederholt: Eins Maurice: Zwei. Duk Won: Zwei. Maurice: Drei. Duk Won: Ze... Der Kampf beginnt. Tapfer versucht Duk Won die Niederlage abzuwenden. Die Anstrengung ist beiden Rivalen ins Gesicht geschrieben, niemand schenkt dem anderen auch nur einen Millimeter. Kurz schwankt der Sieg auf Duk Wons Seite, aber Maurice läßt nicht locker und drückt Duk Wons Arm auf die Tischplatte. Maurice: Ahhh...! Duk Won unsicher: Haha. Er lächelt. Maurice lacht zufrieden und massiert sich den rechten Oberarm, worauf Duk Won sich besorgt zu ihm hinüberbeugt. Maurice lachend: Nein, alles bestens! Hey, gar nicht übel... Maurice kichert fröhlich. Auch Duk Won lacht. |
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Joel öffnet die Tür seiner Hütte und stürzt aus der Kälte auf einen CD-Player zu, der auf einem Tischchen im Wohnruam steht. Er ruft nach draußen:: Warten Sie, wir machen das gleich richtig. Aus den Lautsprechern schmettert Clyde Mc Phatter eine altmodisch-swingende Variante von "White Christmas"... Fröhlich federt Joel im Takt: Na? Na...? Na, ist das nichts...? Maggie steht trübselig und gelangweilt im Türrahmen und lugt geringschätzig in Joels Behausung. Sie tritt zögernd ein, doch Joel läßt sich nicht von ihrer schlechten Laune anstecken. Er ist in Hochstimmung: Ich habe Kastanien. Ich kann sie im Ofen rösten. Maggie läßt die Tür ins Schloß fallen. Sie steht mißgelaunt in ihrem roten Mantel da und betrachtet kritisch Joels Christbaum. Der Baum ist bereits mit etlichen Glaskugeln und Rabenmotiven geschmückt. Joel öffnet den Reißverschluß seiner Winterjacke und fragt irritiert: Was ist? Maggie brüsk: Wo sind den die Lichter? Joel springt euphorisch auf eine Schachtel zu: Na hier... Maggie: Fleischman, Se müssen die Lichter vor dem Baumschmuck anbringen. Joel zieht sich unternehmenslustig den Mantel aus: Aha, deshalb brauch ich ja auch einen Experten wie Sie... Maggie schonungslos: Sie müssen den ganzen Baumschmuck wieder abnehmen. Joel schreitet gleich eifrig zur Tat: Gut. Kein Problem! Läßt sich machen... Er hüpft um den Baum herum, zieht sich einen Stuhl heran und stellt sich drauf. Maggie nähert sich wohlwollend dem Baum. Sie wird ein bißchen verbindlicher: Sehen Sie, erst müssen Sie die Lichterkette anbringen. Aber prüfen Sie vorher, ob sie funktioniert. Joel pflückt ein paar Kugeln von den Ästen. Maggie gibt weiter Ratschläge: Dann bringen Sie die kleinen Figuren an der Spitze an und arbeiten sich nach unter durch... und bringen den schweren Baumschmuck an den unteren Zweigen an. Joel reicht Maggie zwei Glaskugeln: Sehen Sie, es macht mir richtig Spaß... Maggie nimmt die Kugeln an, läßt sich aber nicht aus dem Konzept bringen: Und dann behängt man ihn mit Lametta, aber ich nicht... Joel bestätigt von seinem Stuhl herab: Ich mag es auch nicht. Es ist... Maggie ergänzt überdrüssig: ...billig. Joel fummelt weiter an den Ästen herum und stimmt Maggie zu: Exakt meine Auffassung! Maggie kühl: Also gut. Hör'n Sie, Fleischman, Sie sehen ja, es ist wirklich einfach einen Weihnachtsbaum zu schmücken. Ein wenig gesunder Menschenverstand, Sie brauchen mich nicht... Also, wir sehen uns später. Sie bückt sich schnell und legt die beiden Glaskugeln auf den Boden. Bevor Maggie tatsächlich die Hütte verläßt, hält Joel sie auf: Warten Sie mal! Wo wollen Sie hin? Maggie stammelt: Ich... ähm... ich wollte noch einiges erledigen... Joel verwirrt: Erledigen? Was denn? Maggie verlegen: Na ja, meine Steuern zum Beispiel. Joel spöttisch: Ihre Steuern? O'Connell, es ist Heilig Abend. Die sind nicht vor Ostern fällig. Maggie guckt Joel bekümmert an. Joel versucht sie zum Bleiben zu verführen: Kommen Sie, ich mach uns Pop Korn... mit Glühwein! Maggie schüttelt den Kopf: Ich bin wirklich nicht in Stimmung. Joel blickt sie mitfühlend an. Sie preßt nachdenklich die Lippen aufeinander und geht schließlich ohne ein Wort. Joel steht auf seinem Stuhl, schaut Maggie einen Moment gedankenverloren hinterher und hantiert dann wieder traurig mit dem Baumschmuck... |
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Cicelys Straßen sind in ein blaues, majestätisches Licht getaucht. An den Fassaden leuchten bunte Lämpchen. Die Bürgersteige und Fahrwege sind märchenhaft mit Schnee bedeckt. Ein Pick-Up braust durch die weiße Pracht. Chris On Air. Er versucht auch den letzten Cicelianer in Weihnachtslaune zu bringen. Stimmungsvolle Gitarrenmusik untermalt die Fabel, die er gerade vorliest: "Ich", sagte die Kuh, rot-weiß gefleckt. "Ich gab ihm meine Krippe als Bett. Ich gab ihm mein Heu, seinen Kopf zu betten". "Ich", sagte die Kuh, rot-weiß gefleckt. So bewirkte ein Zauber in diesem nächtlichen Stall, das jedes Tier von dem Geschenk erzählte, dass es Emanuel gegeben hatte,... - dass es Emanuel gegeben hatte... Chris schließt das Buch, lehnt sich zurück und richtet das Mikrofon entsprechend aus: Es ist eine alte Sage, dass am Heiligen Abend um Mitternacht alle Tiere auf die Knie fallen und sprechen. Sie preisen den neugeborenen Jesus... Damals im Winter... ähhh... '69 war mein Dad gerade wegen Alkohol am Steuer im Knast und wo meine Mum war, weiß ich nicht... Jedenfalls war ich Heilig Abend allein zu Haus und ich blieb extra lange auf, um zu sehen, ob mein Hund Buddy redet... und... das hat er. Ich weiß nicht mehr genau, was er sagte, aber... das ist dabei nicht wichtig. Denn war zählt ist, dass... ein siebenjähriger Junge seine persönliche Epiphanie erlebt hat. Worauf will ich hinaus? Tja, - darauf, dass Weihnachten sich jeden von uns in einer ganz persönlichen Weise offenbart: weltlich oder heilig. Was auch immer Weihnachten ist,... und für jeden Menschen ist es etwas anderes, uns allen gehört ein Stück davon, es ist... Es ist wie der Sack vom Weihnachtsmann: drinnen ist für jenen ein Geschenk... hmmm... und mein Weihnachtswunsch für euch: Möge euer Hund reden! Gute Nacht, Cicely. Fröhliche Weihnachten! Draußen vor dem Fenster der Radio-Station gleitet ein Skifahrer über den Bürgersteig. Chris legt eine neue Platte auf. |
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Shelly steigt die Treppen zu ihrer Wohnung herunter. Sie trägt einen warmen, hellen Mantel. Um nach draußen auf die Straße zu gelangen, muß sie das Brick durchqueren. Suchend schaut sie sich im Lokal um. Dave steht an der Bar. Shelly: Dave? Wo ist Holling? Dave gießt gerade Kaffee in zwei Tassen: Er hatte noch etwas zu erledigen. Shelly wirft sich ein Kopftuch über und verknotet es unter ihrem Kinn: Ich will noch einmal kurz in die Kirche. Also sag ihm, wir sehen uns beim Festspiel. Dave nickt freundlich: Ist gut. Shelly eilt aus der Kneipe. Dave schaut ihr mit der Kaffeekanne in der Hand nach. Wenig später öffnet Shelly die Kirchentür. Das Aufschlagen der Pforte hallt in der menschenleeren Kirche. Erstaunt blickt Shelly zum Altar. Unzählige weiße und rote Kerzen beleuchten festlich die ganze Kapelle. Eine große Krippe wurde in der Mitte des Chorraums aufgebaut. Fast mannshoch behüten Maria und Josef das Jesuskind. Die vielen Lichter flackern warm. Andächtig schreitet Shelly langsam den Gang entlang. Das einsame Echo ihrer Schritte schallt ein wenig beklemmend. Doch Shelly ist nicht alleine. Hinten, am Klavier, hat Holling in einem etwas altmodischen grünen Anzug auf sie gewartet. Er tritt ein Stück hervor und stimmen nun Schuberts "Ave Maria" an: Ave Maria, gratia plena Dominus tecum, benedicta tu In mulieribus et benedictus Fructus ventris tui Jesus. Sancta Maria, Sancta Maria, Maria ora pro nobis, Nobis peccatoribus, Nunc et in hora mortis nostrae. Amen Während Holling voller Leidenschaft und Inbrunst singt, dreht sich Shelly gerührt zu ihm um und schaut ihn lange Zeit an. Sie lächelt ergriffen, kniet schließlich vor der Krippe nieder und betet. Draußen schneit es, nur ein Hund streift gleichmütig durch die bläulich illuminierten Straßen. Weihnachtsdekoration leuchtet an den Fassaden der Häuser und Geschäfte. Alles ist still. Nur Hollings erhebender Gesang ist zu hören. Und so, wie Holling in seinem schlichten Anzug ein wenig distanziert dasteht und Shelly mit ihrem Kopftuch in Cicelys ärmlichem Kapelle niederkniet, erinnert die Szene ein wenig an die Geburt im Stall zu Bethlehem vor 2000 Jahren. |
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Es ist dunkel. Joel steht vor Maggies Kate. Warmes Licht schimmert durch den Vorhang des Fensters der Haustür. Joel verbirgt hinter seinen Rücken eine Art Schnur oder Kabel. Er klopft dreimal. Maggie ruft von drinnen: Einen Moment! Während Joel wartet, versucht er durch die Gardine zu spähen. Als sich die Tür schließlich einen Spalt öffnet, stellt er sich allerdings prompt wieder aufrecht hin, um seine kleine Indiskretion zu kaschieren. Maggie tritt mit einem Aktenordner, aus der Papiere und Unterlagen geradezu herausquellen. Sie trägt eine Brille und macht einen eher unterkühlten Eindruck. Joels Besuch kommt ihr ungelegen. Joel: Hey, O'Connell! Maggie reserviert: Hi, Fleischman. Joel mustert Maggie ungläubig, wie sie in ihrer roten Strickjacke da stehen und sich bemüht, Weihnachten auszublenden: Was? Sie gehen nicht zum Rabenfestspiel? Maggie nimmt die Brille ab und deutet achselzuckend auf ihre Unterlagen. Offensichtlich ist sie tatsächlich gerade dabei Ihre Steuererklärung auszuarbeiten... Maggie: Ähh...! Joel sucht schüchtern nach Worten: Wissen Sie... Ich hab's versucht... Er lacht kurz hilflos auf: Das hab' ich wirklich... Ich.. ich hab' mein Bestes getan. Es hat nicht funktioniert. Wenn man am Plumpudding kratzt, kommt eine Matzekugel zum Vorschein. Maggie nickt unsicher. Sie sieht Joel an, als wäre er übergeschnappt. Joel läßt schicksalsergeben die Schultern hängen: Ich bin Jude. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Maggie schnippisch: Wovon reden Sie überhaupt? Joel bedeutungsvoll: Ich habe etwas, was wohl eher Ihnen zusteht. Machen Sie die Augen zu! Maggie zögert nachdenklich. Joel ungeduldig: Na los! Machen Sie schon zu! Skeptisch, aber gespannt schließt Maggie schließlich ihre Augen. Joel: Kommen Sie raus! Maggie ziert sich. Sie stöhnt mit geschlossenen Augen widerwillig auf: Ach... Fleischman! Doch Joel läßt nicht locker. Flehentlich zupft er an ihr: Na kommen Sie schon...! Freundschaft zieht er sie vorsichtig die Treppenstufen herunter vors Haus: Kommen Sie... und lassen Sie die Augen noch zu. Nur noch eine Sekunde... Lustlos erduldet Maggie die Prozedur. Andererseits bemüht sie sich, ihre Neugierde zu verbergen. Sie streicht sich demonstrativ gelangweilt durch die Haare... Joel bückt sich in Maggies Flur und steckt einen Stecker in die Steckdose. Warten Sie...! Nicht aufmachen... Maggie schüttelt sich kurz vor Kälte. Joel kommt aus der Tür und dreht sie ein wenig zur Seite: In Ordnung. Einen Augenblick noch... Nicht aufmachen! Buntes Licht flackert den beiden entgegen. Joel steht dicht hinter Maggie und hält sie sanft an den Schultern: Aufmachen! Er schaut sie erwartungsfroh an. Maggie öffnet die Augen: Wow! Ein wundervoll geschmückter Christbaum steht mitten im Schnee und blinkt farbenprächtig in der Dunkelheit. Maggie lächelt sprachlos. Sie ist überwältigt. Joel wünscht feierlich: Frohe Weihnachten, O'Connell! Maggie bewundert schweigend den Baum. Sie freut sich aufrichtig: Danke, Fleischman! Maggie schaut Joel dankbar ins Gesicht. Joel wiegt sich verlegen: Ja,... hier gehört er hin! |
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Maurice kehrt aus der Dunkelheit heim und tritt in sein Haus. Yong Chang kniet vor einem kleinen goldenen Buddha-Standbild und betet ergeben. Nur einige Kerzen und das Kaminfeuer beleuchten den Raum stimmungsvoll. Yong Chang ist festlich gekleidet. Als die Tür ins Schloß kracht, hält sie ihre Andacht inne und blickt Maurice an, der gerade seinen Mantel ablegt und sich für die Unterbrechung entschuldigt: Entschuldigung,... Er lächelt Yong Chang unsicher an: Ich wollte nicht stören! Yong Chang erhebt sich bedächtig. Das Kaminfeuer knistert leise und reflektiert sich rosig auf ihrem kostbaren Kleid. Sie schüttelt freundlich den Kopf und gibt ihm zu verstehen, dass er sich nicht entschuldigen braucht. Die beiden stehen einige Meter auseinander. Maurice ringt nach Worten: Ich... ich wollte Ihnen nur sagen... Sie haben Ihre Sache gut gemacht. Es war sicher nicht leicht, ohne einen Mann, ohne... ähh... eine Vaterfigur. Aber Sie können wirklich stolz auf sich sein. Maurice nickt anerkennend. Er lächelt. Maurice: Duk Won...- er ist ein richtiger Mann! Yong Chang freut sich. Sie lächelt. Fragend sagt sie (vermutlich) das koreanische Wort für "Mann". Togoni? Maurice bestätigt stolz: Ja. Ja... Maurice gestikuliert beim Sprechen. Er zeigt auf seine Stirn: Er... er ist pfiffig... Und stark! Maurice greift sich an den Oberarm: Wirklich: sehr stark! Yong Chang strahlt Maurice an und: Geon-jang-hada. Das Wort läßt Maurice innehalten. Ihm geht allmählich ein Licht auf. Nachdenklich versucht er den Begriff zu wiederholen: Gong-schang... Yong Chang sieht ihn erwartungsvoll an. Maurice freut sich. Er geht auf sie zu und fordert sie warmherzig auf: Sagen Sie das... noch ein Mal... Yong Chang: Geon-jang-hada... Maurice steht mittlerweile dicht neben der kleinen Frau. Er ist mindestens einen Kopf größer und lächelt sie freundlich an. Sie legt ihren Zeigefinger auf seine Brust und sagt: Du! ...Geon-jang-hada. Maurice wiederholen vertieft das Wort: Gong-scha-hada...? Er erinnert sich freudestrahlend: Gong-sa-hada! Das heißt: stark und groß... Er führt sie behutsam zu einer Bank. Sie setzen sich eng nebeneinander: Jahaa... So hast du früher immer zu mir gesagt... Maurice spricht sanft: Jetzt weiß ich es wieder: du hattest wunderschönes, langes Haar. Es reichte dir bis tief hinunter auf den Rücken. Und du warst so schmal, dass ich mit meinen beiden Händen deine Taille umfassen konnte... Er lacht kurz auf: Haha... Und du warst verrückt nach Maraschinokirschen! Maurice hält einen Moment inne. Ergriffen fällt ihm nun auch ihr Kosename wieder ein und er flüstert ihn fast demütig: Yong Ja! Und Yong Chang antwortet, als würde sie von einer Zentnerlast erlöst, als hätte Maurice ein schwieriges Rätsel geknackt: Ja! Sie schauen sich lange Zeit in die Augen und Maurice fragt zärtlich: Und wie geht es dir? |
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Das Rabenfestspiel beginnt. Ganz Cicely hat sich im Gemeindehaus eingefunden, um den weihnachtlichen Höhepunkt nicht zu verpassen. Mystischer indianischer Gesang zu rhythmischen Trommelschlägen und traditionellen Flötenklängen begleiten die Aufführung der Legende vom Raben. Archaisch klingende Silben schallen durch den Saal. In volkstümlich, farbenfrohen Gewändern erzählen die Tlingit (eingeborener Indianerstamm) die List des Raben nach. Marilyn hat die Rolle der Prinzessin übernommen. Die zeremonielle Aufführung erfolgt pantomimisch mit bescheidenen Requisiten. Zu den jeweiligen Szenen schildert Marilyns Stimme aus dem Off nochmals die Geschichte: Es war vor langer Zeit, da schaute der Rabe vom Himmel herab und sah, daß die Menschen auf der Erde in Dunkelheit lebten. Die Kugel des Lichts wurde von einem selbstsüchtigen Häuptling verborgen. Da verwandelte sich der Rabe in eine Tannennadel und schwamm auf dem Fluß herab bis zu der Stelle, wo die Tochter des Häuptlings Wasser schöpfte. Sie trank die Nadel. Danach wurde sie schwanger und gebar einen Sohn, der der verwandelte Rabe war. Das Baby weinte und weinte, bis ihm der Häuptling die Kugel des Lichts zum Spielen gab. Doch sobald er die Kugel hatte, wurde er wieder zum Raben und trug das Licht zum Himmel. Seit dieser Zeit leben wir nicht mehr in der Dunkelheit. Unter den zahlreichen Zuschauern beobachten Joel & Maggie, Shelly & Holling, Ed, Chris, Ruth-Anne, Maurice & sein fernöstlicher Besuch gebannt dem Schauspiel. Wo man hinsieht: lachende, unbeschwerte Gesichter. Das Publikum ist begeistert. |
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Das DEUTSCHE SKRIPT dieser Folge "Jugendsünden" wurde exklusiv für die Internet-Initiative DOKTOR FLEISCHMAN SOLL WIEDER ERYTHROZYTEN ZAeHLEN von Volker Herrmann, D-Meppen verfaßt. Die Dialoge und Handlungsstränge wurden dafür aus einer Videoaufzeichnung protokolliert. Alle Rechte vorbehalten. Copyright für das Text-Skript bei Volker Herrmann, D-49716 Meppen. Nur zum privaten Gebrauch. Veröffentlichungen, auch einzelne Teile, nur nach Rücksprache: eMail: mail2cicely@web.de |
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