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1. Staffel 2. Staffel * Zusammenfassung Stadtplan |
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| Zusammenfassung | |||||||||||
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Dale B. Cooper, ein exzentrischer Special Agent des FBI, wird in die abgelegene Kleinstadt Twin Peaks beordert, um den Mord an der Schülerin Laura Palmer aufzuklären. Bei seinen Ermittlungen lernt der Polizist die erschreckend wunderlichen Bewohner kennen und schätzen. Sie sind Werkzeuge einer zwiespältigen Macht, die die Wälder um Twin Peaks beherrscht. Auch Agent Cooper wird von dieser Macht magisch angezogen und verfällt ihr. Damit wird er zum Katalysator für verheerende Ereignisse, die die verlogene Idylle für immer zerstören.
SERIENBESPRECHUNG von Patricia Stuppert und Berndt Winter Wie andere unnachahmliche Programme mixt die amerikanische Kultserie TWIN PEAKS die bewährten Zutaten mehrerer Genres auf originelle Weise, und zwar Seifenoper, Krimi und phantastischer Film; alle drei Genres werden zusätzlich durch Übersteigerung parodiert. Das Ergebnis ist ein für europäische Sehgewohnheiten leider recht schwer verdaulicher Cocktail. Vielen Zuschauern war es hierzulande bereits nach wenigen Episoden zu anstrengend, den bis zu zwanzig verschiedenen Handlungssträngen zu folgen, die ohne jedes System geknüpft, fallengelassen und wieder aufgenommen werden und das Entspannung suchende Abendpublikum mit den unglaublichen Aktivitäten von beinahe dreißig Hauptdarstellern konfrontieren. Selbst Nebendarsteller erscheinen bei TWIN PEAKS nicht in einer einzelnen Folge, sondern in mehreren, nicht notwendigerweise zusammenhängenden, ein Konzept, das der Seifenoper entlehnt wurde. Zusätzlich ändern bei TWIN PEAKS Personen im Laufe der Serie ohne Grund ihren Charakter, aus dem Zyniker Albert Rosenfield wird von einem Moment zum anderen ein Menschenfreund, die schüchterne Donna Hayward mausert sich zum Vamp. In manchen Episoden tritt der eigentliche Held, Special Agent Dale Cooper, erst nach der Werbepause in Erscheinung, ohne daß seine Abwesenheit auffällt. Ständig wird der Zuschauer durch pikante Geschichten vom Haupthandlungsstrang, der Suche nach Laura Palmers Mörder, abgelenkt. Beispielsweise hat jede verheiratete Hauptperson mindestens eine Affäre. Diese Nebengeschichten sind übertriebene Variationen der Unschicklichkeiten, die den Reiz der Seifenoper ausmachen. Dazu kommen surrealistische Ereignisse, wie die wundersame Verwandlung der dominanten, aber körperlich schwachen fünfunddreißigjährigen Nadine Hurley in einen superstarken, unbekümmerten Teenager, ausgelöst durch einen Selbstmordversuch, die Gefangenschaft der Millionärstochter Audrey Horne im Bordell ihres Vaters, und viele andere Sequenzen, die sadistische, erotische oder surreale Elemente enthalten, die direkt an die im Zuschauer schlummernde perverse Neugierde appellieren, ohne sie jemals zu befriedigen. Das Publikum ist wehrlos einem Labyrinth der Reize ausgeliefert, das vom Wesentlichen fortführt und in erschöpfenden Sackgassen endet. Die Haupthandlung, die Suche nach Laura Palmers Mörder, ist eine Persiflage auf amerikanische Kriminalserien, in denen abgehalfterte, einsame Helden der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen, aber ein Zuschauer, der versucht, TWIN PEAKS auf diese Weise zu rezipieren, wird ständig frustriert, weil scheinbar unwichtige optische Nebengeräusche die Hauptmelodie der Suche nach dem Täter übertönen. Dale Cooper gehört zum FBI, dessen Beamte in gewöhnlichen Krimis von den Helden oft als weltfremd belächelt werden oder in unbegreifliche Intrigen versponnen sind. In TWIN PEAKS wäre der Held ohne seine Weltfremdheit verloren, sie gibt ihm die Möglichkeit, den Täter mit unkonventionellen Methoden zu finden, die einem gewöhnlichen Beamten niemals in den Sinn kämen. Die Schrullen, die bei Antihelden anderer Serien zur Ausstaffierung der Persönlichkeit dienen, werden bei Dale Cooper zur Hauptsache; seine Besprechungen zelebriert der Beamte an einem Tisch, der zu Beginn unter mehreren Dutzend säuberlich aufgereihten Doughnuts verborgen ist, er trinkt literweise Kaffee und ist hoffnungslos süchtig nach Kirschkuchen. Während andere Helden häufig Schwierigkeiten haben, ihre Gefühle zum Ausdruck zu bringen, ist Agent Cooper geradezu peinlich direkt; er macht überschwengliche Komplimente, sagt Personen, die sich für diskret hielten, auf den Kopf zu, daß sie ein Verhältnis miteinander haben und verliebt sich stürmisch wie ein Teenager in die hübsche Nonne Annie Blackburn. Diese Eigenschaften machen die Figur des Agent Cooper gerade beim weiblichen Publikum außerordentlich beliebt. Das dritte Genre neben Seifenoper und Krimi, das scheinbar ironisch aufgearbeitet wird, ist der phantastische Film. Auf der letzten und wichtigsten Handlungsebene, bei der Suche nach Bob, dem Geist des Tötens an sich, werden Versatzstücke aus den sogenannten Grenzwissenschaften, nämlich Ufos und Funkbotschaften aus dem All, unbekümmert mit Elementen der christlichen, indianischen und fernöstlichen Mythologie gemischt, um das passende Ambiente für den körperlosen Mörder Bob zu schaffen. Er ist die heimliche Hauptfigur, der personifizierte Drang nach Sadismus, Sex und Gewalt, der geduldig auf seine Chance wartet und zuletzt über das Gute triumphiert. Die eklektische, interkulturelle Mischung der Mythologien ist ein Zeichen dafür, daß Bob in uns allen steckt, unabhängig davon, welchem Glauben wir anhängen. Er ist ein Erbteil aus der Vorzeit, als das Bedürfnis, blutige Beute zu machen und sich um jeden Preis fortzupflanzen, für das Überleben der Art notwendig war. Windom Earle, der die Macht und Freude des Tötens sucht, steht für den hedonistischen Teil unseres Selbst, der sich hemmungslos den Trieben ergeben will, egal, wieviel Schaden für andere entsteht. Die Schwarze und die Weiße Hütte, die Symbole für Gut und Böse, sind die beiden Pole, zwischen denen alle Menschen gefangen sind, wie die Bewohner des isolierten Ortes Twin Peaks, nicht mehr Tier und noch nicht Engel. Um zu dieser Erkenntnis zu gelangen, die nicht schön, aber fundamental ist, darf der Zuschauer sich nicht durch die Nebenhandlungen ablenken lassen, die am Ende der Serie unaufgelöst bleiben, weil sie die Essenz unserer komplexen Umwelt darstellen, die bis zum Tode undurchschaubar bleibt. Ferner muß der Zuschauer die Serie bis zum bitteren Ende sehen, denn dort offenbart sich der Preis für das Ausleben der Triebe, die Gleichgültigkeit gegenüber dem Wahren, Schönen, Guten, für das Annie Blackburn steht. Durch den offenen Umgang mit Themen wie Sex und Drogen, der gerade im konservativen US-amerikanischen Fernsehen selten ist, eroberte TWIN PEAKS schnell ein Stammpublikum. Allerdings bemängeln viele Fans der Serie, daß das Niveau im Laufe der Zeit nachließ, weil niemand schnell genug originelle Einfälle für ein so komplexes Szenario wie TWIN PEAKS nachliefern konnte. Daher wurde die Serie bereits nach 29 Episoden beendet. Mit freundlicher Genehmigung von von Patricia Stuppert und Berndt Winter. Aus der "Enzyklopädie des phantastischen Films" Hsg.: Norbert Stresau, Heinrich Wimmer; Corian Verlag Dankeschön! Stadtplan von Twin Peaks home "Ich hatte es sehr schwer die Sache beendet zu sehen, als die Serie aus dem Programm genommen wurde und sie einfach gehen zu lassen, und das hat mir geholfen. Es war eine wundervolle Erforschung dorthin zurück gehen zu können und all die Dinge tun zu können über die die Leute gesprochen haben, die Laura so lange getan hatte." Sheryl Lee (Laura Palmer) mehr Hintergrundinfomation über die Serie auf: Cicely meets TWIN PEAKS! |
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