
| Aufgepaßt & Ohren gespitzt, Leute! Okay, es war nicht CHRIS AM MORGEN von CICELYs populären Lokalsender KBHR, der uns um ein Interview zum Thema "Was Fans tun, um ihre Lieblingsserie wieder ins Fernsehen zu bekommen" bat, aber immerhin DAS MEDIENMAGAZIN des BAYERISCHEN RUNDFUNK (B5). Dass die Redakteure schließlich unser mehrminütiges Interview auf sage und schreibe 18 Sekunden zusammengestutzt haben, ist zwar nicht besonders schön, - aber wir sehen es sportlich: Dabei sein ist alles! Und auch dieser Beitrag hat unserer Aktion wieder Auftrieb gegeben... ![]() MEDIENMAGAZIN. Sonntag, 4. Juli 2004. B5, Bayerischer Rundfunk. Was Fans unternehmen, um ihre Sendung wieder ins Programm zu bekommen Aufnahmedatum: 30. Juni 2004 Redaktion: Roana Brogsitter Autor: Matthias Karpstein Anmoderation: Ob Ganovenjagd in Magnum oder die Intrigen zwischen J.R. und Bobby Ewing in Dallas. Einige Serien ziehen auch Jahrzehnte nach der Erstausstrahlung das Publikum in ihren Bann. Nur: Die Sendeplätze sind begrenzt, mancher Fan wartet vergeblich auf ein Wiedersehen mit alten Fernseh-Bekanntschaften. Einige Anhänger finden sich damit nicht ab. Sie versuchen die Sender davon zu überzeugen, dass genau ihre Serie vom Staub der Archive befreit und wieder ins Programm gehört. Text: Vom A-Team bis Zorro: fast 8-tausend Serien sind auf der Website von Ralf Schönfeldt aufgeführt. Auf www.wunschliste.de können sich die Nutzer informieren und abstimmen, was sie wieder sehen möchten. 24 Sek. Schönfeldt: Sinn der Liste und Erfolg Eigentlicher Sinn und Zweck der Wunschliste war ja, Serien, die schon lange nicht mehr liefen, im Fernsehen mal wieder zu sehen. Und dadurch, dass wir sehr viele Teilnehmer an der Wunschliste haben, haben wir mittlerweile auch einen großen Bekanntheitsgrad gefunden und sehr viele Stimmen gesammelt. Welche Serien jetzt wirklich dadurch wieder gelaufen sind ist schwierig zu beziffern, weil natürlich die meisten Fernsehstationen nicht gerne zugeben, dass sie wirklich eventuell beeinflussbar sind. Text: Schönfeldt sieht seine Internet-Seite als Meinungs-Portal, und nicht als Kampfinstrument. Er möchte sanften Druck auf die Sender ausüben. Volker Herrmann ist da weniger zurückhaltend. Er hat für die Fans der US-Serie "Ausgerechnet Alaska" eine Internet-Seite eingerichtet und ruft sie dazu auf, bei den Sendern für ihre Interessen einzutreten. "Ihr habt die Waffen, wir die Munition" - das ist das Motto seiner Seite, von der aus die Fans Protestbriefe an die Sender schicken können. Erfolg hatte Volker Herrmanns Engagement aber noch nicht. Ausgerechnet Alaska gibt es bisher nur auf DVD. 18 Sek. Herrmann: Frustrierend Das ist frustrierend, weil die Aktion läuft schon vier Jahre. Und als wir gestartet haben mit der Aktion, da dachten wir, so 100 eMails, das würde wohl reichen, damit die zur Besinnung kommen und die Serie wiederholen. Inzwischen haben mehrere 1000 Leute den Sendern schon geschrieben und das ist dann natürlich frustrierend, wenn man merkt, dass da anscheinend gar nichts ankommt, in den Programmredaktionen. Text: Damit eine Serie den Sprung ins Programm schafft müssen mehrer Faktoren zusammen kommen. Zum einen braucht der Sender dazu die Rechte an der Serie, zum anderen sollte sie in der Vergangenheit gute Quoten gebracht haben. Und dann braucht sie natürlich auch noch einen Sendeplatz. Die Chancen der Fans, das Programm mitzubestimmen, sind also eher gering. Aber nicht aussichtslos. Die Nachfrage muss nur intensiv genug sein. Dann drückt auch das Zweite mal ein Auge zu. So zum Beispiel bei der US-Serie "Reich & Schön", wie der Leiter der Zuschauerredaktion des ZDF, Dirk Beil-Stein, berichtet. 13 Sek. Beilstein: Reich und Schön, gekürzt Das ZDF sendet seit Ende April die neuen Folgen. Und da ist es schon so, dass die Vielzahl von Fans, die sich bei uns gemeldet haben, die Entscheidung, auch die neuen Folgen zu kaufen, auch mit beeinflusst haben. Text: Die Fans wissen: Je mehr Anfragen ein Sender bekommt, desto stärker wird er über eine Serie nachdenken. Deshalb empfiehlt Volker Herrmann, den Zuschauerredaktionen nicht nur ein Mal, sondern immer wieder auf die Nerven zu gehen. Bei Pro Sieben hat man Erfahrung mit solch hartnäckigen Fans. Programmsprecherin Brigitte Bischoff bringen sie manchmal sogar an den Rand der Verzweiflung. 28 Sek. Bischoff: Nerven gefragt Es ist nicht immer einfach. In den meisten Fällen läuft es sehr gut. Es gibt Ausnahmefälle, wo man Probleme hat, mit seinen Argumenten weiterzukommen und wo man Argumente vielleicht auch zwei oder drei Mal vorbringt. Aber in manchen Fällen ist es dann doch wirklich so, dass der einzelne Zuschauer dann so fokussiert ist auf das eine Projekt, und natürlich so ein großer Fan ist, dass man da mit Argumenten leider nicht mehr weiter kommt. Wir versuchen es dann natürlich immer wieder, aber öfter mal sind Nerven gefragt. |
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