Frank Bröker

Auch der "katholische Bukowski" Frank Bröker ist auf unserer
S(e)ite!
Nur schwer ist der anarchistische Autor
(Leseprobe), Herausgeber und Musiker davon abzuhalten, den nächsten OBI-Markt zu plündern und ein Blutbad anzurichten! Nehmt Euch in Acht, Programmplaner! Elche hat er schon zwischen den Zähnen...!
Ausgerechnet Elche

Es gibt ja bekanntlich in Deutschland derzeit einiges Getümmel, resp. Gefummel auf dem Serienmarkt der Seifen und Opern. Die wundervolle, von mir innig geliebte alte Dame Lindenstraße sei da genau so erwähnt, wie einige Soaps aus amerikanischen Floskelscannern, die vor sich selbst davon zappen würden, wenn man sie nur ließe. Sabrina - total verhext, Friends - oder noch schlimmer: Sex and the City. Vor eigentlich gar nicht allzu langer Zeit gab es im TV diese Alaska-Serie, mehr noch: das filmische Schicksal eines gewissen jüdischen New Yorker Abstämmlers Dr. Joel Fleischmann. Ein Mann, der sein ihm aufgedoktortes Schicksal - inmitten völlig unkoscherer Umgebung - patientisch zäh ertrug. Ausgerechnet Alaska. Das schlecht gelaunte Schicksal aller Serien, nämlich irgendwann in den Archiven von Kirch und Co zu verstauben, weil nicht mehr gesendet, droht nun auch diesem Juwel aus dem 839-Seelen-Örtchen Cicely. Dort spielt Ausgerechnet Alaska vornehmlich. Um es mit den Worten des momentanen Berliner Bürgermeisters Wowereit zu befehlen: "Und das ist auch gut so." Momentan will kein Sender - obwohl selbst von mir (!!) mehrfach angemahnt - Dr. Fleischmans Erythrozyten zählen, nicht mal auf einem billigen Sendeplatz der Kategorie 0190-666–Ich mach's dir mit der Stichsäge. Das ist schlimm. Das ist sogar so schlimm, dass man als Fan der Serie mit besagtem Werkzeug aus dem Baumarkt um die Ecke auf die Verantwortlichen in den Sendeanstalten losgehen müsste. Andererseits wäre dies nicht im Sinne von Doktor Fleischmann, der sich ja selbst Folge für Serie stets einigermaßen im Zorn hielt, resp. am Zorn festhielt, ohne gleich damit Amok zu laufen.

So will ich denn weiterhin meine Fleh-Emails - um ein rasches Wiedererstrahlen genannter Serie - an die Sekretstuben, pardon, Sekretariate, der Sendeanstalten weiterleiten. Und wenn dieses elektronische Unterfangen auch nichts hilft, dann schließe ich die Augen und stelle mir vor, wie's denn so weitergehen könnte. In Cicely. In Alaska. Und beiße ohne zu murren in ein Stück vom leckeren Elch.

Frank Bröker



Ausgewählte Bücher

"Zum Glück gibt es Autoren, wie Bröker, die mit Witz und Verve gegen die vermeintlich intellektuelle, heiße Luft anschreiben." (Ronald Klein)

Dirk und Heidi (1996)
Hörspiel CD & Erzählung, SUBH-Verlag, Braunschweig
Schwer verletzt (2001)
Roman, Edition Minotaurus, Vevais
Jukebox BRD (2002)
Klappentexte des 21. Jahrhunderts,
Verlag Jens Neuling
Showdown Palace
Monolog, Edition Minotaurus

brandneu: Barwars
(Textsammlung)

Die CDs der

RUSSIAN DOCTORS
Heimatlieder für Heimatlose

Rundblick vom Turm (2003)
Auch die Ratte hat ein Herz (2004)
Gefesselt - Heimatlieder III (2005)

...
und brandneu:
Tote Katzen im Wind (2006)
"Lieder eines Veterinärs"
FRANK BRÖKER (= Pichelstein) & MAKARIOS (Ex-Sänger der Leipziger Band DIE ART) sind THE RUSSIAN DOCTORS, zu Ehren des russischen Großmeisters Pratajev gegründet, haben sie inzwischen über fünfzig "Heimatlieder für Heimatlose" zu Pratajev-Texten eingespielt und auf vier CDs veröffentlicht. "Bäh, Heimatlieder!", denkt jetzt der eine oder andere und sieht womöglich die Volksmusik-Zombies Karl Moik & Caroline Reiber vor der Musikantenstadl-Bühne einmarschieren. Na, - dann macht euch mal lieber selbst ein Bild über die heimelige Dichtkunst Pratajevs: hier eine Kostprobe: Der Wanderer!

mehr Infos zu THE RUSSIAN DOCTORS:
hier!


Homepage:
www.brachialpop.de

Mehr Stars