Andreas Voss
von FINK
Hallo Volker,

na, das ist ja 'n Ding! 
Ich bin der Bassist von Fink und gestern habe ich deinen Brief von Nils zugesteckt bekommen. Ohne dass wir von einander wussten, arbeiten wir tatsächlich seit zwei Jahren an der selben Sache! Auch meine Freundin und ich sind Northern Exposure hoffnungslos verfallen und bombardieren die Sender seit Verschwinden der Serie vom deutschen Bildschirm mit Drohbriefen. Neuerdings benutzen wir natürlich die Vorlagen deiner wundervollen Website. Letztes Jahr haben wir übrigens hier in Hamburg in einer großen Fabriketage eine Cicely-Fete gefeiert, mit dem Brick und Morty the Moose und so. War'n 400 Leute da! Übrigens finde ich es wunderbar (und schmeichelhaft), dass du von unserer Musik auf eine sagen wir mal zwangsläufige Sympathie für Ausgerechnet Alaska schließen konntest. Tatsächlich gibt es da - wie ich finde - eine alltagsphilosophische oder atmosphärische Entsprechnung, die seinesgleichen sucht. Ausdrücklich gesagt sei noch: Du hast FINKs vollste Rückendeckung für DIE SACHE!
Viele Grüße von den anderen FINKs,


Andreas

Discographie:
 

Vogelbeobachtungen im Winter (1997),
Loch in der Welt (1998),
Mondscheiner (1999)
Fink
(2001)
Letzten September/live! (2001)
Haiku-Ambulanz (2003)
BamBamBam (2005)


Nils Koppruch ist tot, er verstarb am 10. Oktober 2012 überraschend und viel zu früh.

Er war der Chris Stevens der deutschsprachigen Musikszene.
Nils war ein Vollblut-Künstler wie aus dem Bilderbuch:
Maler, Poet und begnadeter Geschichtenerzähler.
Er war Songschreiber und Sänger von FINK, er hat zwei wunderbare Solo-Alben eingespielt und war an der Seite von Gisbert zu Knyphausen KID KOPPHAUSEN ("eine Gang aus Outlaws, die überall das Weiter suchen und ständig falsche Fährten legen"). Er malte unter dem Psyeudonym SAM.



Nils Koppruch auf Solo-Pfaden:
Den Teufel tun (2007)
Caruso (2010)

Nils Koppruch & Gisbert zu Knyphausen
Kid Kopphausen "I" (2012)



Homepage:
www.finkmusik.de
www.nilskoppruch.de


Mehr Stars




ANDREAS VOSS spielt außerdem in der Hamburger Band HALMA. Das zweite Album des Trios heißt MINIFIELD (!), ein Song MAURICE (!!) & ein weiterer NORTHERN EXPOSURE (!!!) und Glitterhouse schreibt über diese CD:

Nach "Container verloren und gesunken" ist "Minifield" das zweite Album des Trios aus Hamburg, das neben Schlagwerkerin Fiona McKenzie aus den beiden Gitarristen Andreas Voß (Fink) und Thorsten Carstens (ex-Fink) besteht.

Produziert hat Peta Devlin (Cow). Und was Halma hier 9 Songs lang auf über 50 Minuten machen, ist auf eine ganz ruhige Art mitreissend. Durchweg instrumental wird hier laut Platteninfo "die Zeitlosigkeit der Zeit" ausgelotet, sprich, man begibt sich auf die Reise und lässt sich treiben. Reduziert, ja teilweise gar minimalistisch wird ein Gitarrenthema angespielt und langsam variiert, hin und wieder gibt es kleine Verschiebungen, dann trifft man sich wieder. Und obwohl die Songs improvisiert wirken und nicht viel mehr als eine Skizze zu sein scheinen, könnten sie so aber auch Ton für Ton festgelegt sein.
Das erinnert so manches mal an die Calexico-Songs, die man auch für Desert-Soundtracks gebrauchen könnte. Oder an Pascal Humbert's Lilium, ebenfalls von der Wüste Arizonas inspiriert. Auch an Chicago-Frickel-Rock, die frühen Tortoise kommen in den Sinn. Tom Verlaine's Instrumental-Album "Warm And Cool" darf zu Vergleichszwecken ebenfalls gehört werden. Und die dunkel-mystischen Soundscapes von Bruce Licher's Scenic seien der Vollständigkeit halber noch erwähnt.
So schaffen Halma durch die Kraft der Wiederholung hypnotisch-meditative Songs, die die Füsse zwar am Boden halten, den Kopf aber geradezu auffordern, wild zu assoziieren und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Das ist möglicherweise auch der Grund, warum ich "Minifield" so faszinierend finde, denn man braucht nur 50 % der Sinne, um die Musik aufzunehmen, die anderen 50 % sind damit beschäftigt, das Gehörte in Bilder umzusetzen. Und das ist schon fast eine bewusstseinserweiternde Erfahrung.


Bestellen könnt Ihr dieses spannende (Instrumental-) Album : hier!